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SPD: Vollständige Abschaffung des Türkisch-Unterrichts falscher Weg zur gelungenen Integration

Nachdem das Justizministerium nun mitgeteilt hat, dass für das Land keine Pflicht bestehe, den muttersprachlichen Unterricht unter der Regie der türkischen Konsulate zu fördern, sieht sich die SPD-Landtagsfraktion in ihrer Meinung bestätigt, dass die Organisation des Türkisch-Unterrichts durch die Konsulate überholt sei. Der bildungspolitische Sprecher Dr. Stefan Fulst-Blei fordert die Kultusministerin deshalb erneut auf, einen Stufenplan für die Abkehr vom Konsulatsmodell zu erarbeiten: „Der muttersprachliche Unterricht muss stufenweise in das Regelangebot unserer Schulen überführt werden.“

Die vollständige Abschaffung des Türkisch-Unterrichts hält er dagegen für einen falschen Weg. „Integration kann nur dann gelingen, wenn unsere türkischstämmigen Schülerinnen und Schüler ihre Muttersprache parallel zur deutschen Sprache erlernen können“, so Fulst-Blei. Das Erlernen der Herkunftssprache spiele eine entscheidende Rolle in der Entwicklung von Identität, Denkstrukturen, Wissenserwerb und Ausdrucksvermögen. Er ergänzt: „Wenn der muttersprachliche Unterricht von Seiten des Staates nicht mehr an-geboten wird, besteht die Gefahr, dass dann Organisationen diese Lücke füllen, deren politischer Hintergrund völlig offen und intransparent ist.“