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Innenausschuss bestätigt SPD in ihren Forderungen

Fraktionsvize Sascha Binder: „Die Vereine machen schon alles, was der Innenminister letzte Woche medienwirksam als eigene, angeblich neue und innovative Maßnahmen verkaufte."

Auf Vorschlag der SPD-Landtagsfraktion beschäftigte sich der Innenausschuss des Landtags in einer Sondersitzung mit der Sicherheit bei Fußballspielen. Anlass für die Beantragung der Sondersitzung waren die massiven Ausschreitungen, insbesondere das Abbrennen von Pyrotechnik, beim Derby des VfB Stuttgart gegen den Karlsruher SC.

„Absprachen ohne Verbindlichkeit, keine Idee zur Bekämpfung von Straftaten und zur Entlastung der Polizei und ein Innenminister ohne die erforderliche Entschlossenheit“, fasste SPD-Fraktionsvize Sascha Binder den Bericht von Innenminister Thomas Strobl in der Sondersitzung des Innenausschusses zusammen. „Die Vereine machen schon alles, was der Innenminister letzte Woche medienwirksam als eigene, angeblich neue und innovative Maßnahmen verkaufte", ergänzte Binder.

Auch nach dieser Sitzung sei weiterhin völlig unklar, wie die von Innenminister Thomas Strobl angekündigten Stadionallianzen in der Praxis funktionieren sollen und was daran neu sein soll, kritisierte Binder. Er bemängelte, dass weder die Dauer der Allianzen noch konkrete Zielvereinbarungen zur Umsetzung zwischen Vereinen und dem Land Baden-Württemberg feststehen. „Ich vermisse nach wie vor die Verbindlichkeit hinter den Absprachen. Auch heute gab es hierzu keinen Erkenntnisgewinn“, sagte Binder. 

Er verwies darauf, dass in den Ausführungen der Vereine im Innenausschuss die Stadionallianzen keine Rolle spielten. Auf Nachfrage sagte ein Vereinsvertreter, es liege noch gar kein Konzept zu den Stadionallianzen vor, das bewertet werden könne. 

Binder dankte den Vertretern der Fußballverbände, der Fußballvereine, der Fans, der Polizei, der Kommunen und der Staatsanwaltschaft für ihre Teilnahme und ihre Arbeit, die beim Großteil der Spiele auch erfolgreich sei. „Ich sehe mich allerdings in meinen Forderungen nach entschiedenen Schritten bei Hochrisikospielen zusätzlich zu Präventionsmaßnahmen bestätigt“, sagte Binder. 

Die Sondermaßnahmen der Vereine anlässlich von Hochrisikospielen seien durchaus beeindruckend, hätten aber den Praxischeck etwa beim Spiel des VfB gegen den KSC im April 2017 nicht durchweg bestanden. „Dies sollte auch die Vereine zum Nachdenken bringen und ihre Bereitschaft für das Gehen neuer Wege erhöhen“, forderte Binder.

 

Stuttgart, 17.7.17
Martin Mendler, Pressesprecher