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Ministerium muss Eltern als Bildungspartner behandeln

Für den SPD-Schulexperten Daniel Born ist die Kehrtwende von Kultusministerin Eisenmann bei der Grundschulempfehlung ein ideologisches Geschenk an die konservative Kernwählerschaft der CDU. Eine fachliche Grundlage gebe es für diesen Schwenk nicht. „Die Eltern gehen verantwortungsvoll mit ihrer Wahlfreiheit um. Die Kultusministerin muss endlich anfangen, Eltern als Partner und nicht als Gegenspieler in Bildungsfragen zu behandeln“, forderte Born.

Erst Ende Januar hatte das Statistische Landesamt stabile Übergangszahlen von der Grundschule auf die weiterführenden Schulen vorgestellt. Die nunmehr vorgesehene Vorlage der Grundschulempfehlung beim Übergang auf eine weiterführende Schule sei als Abschreckung für diejenigen Eltern gedacht, deren Entscheidung von der Grundschulempfehlung abweicht.

„Es ist möglich, Kinder individuell zu fördern, ohne sie in Schubladen zu stecken und ihnen damit Zukunftschancen zu verbauen“, kritisierte Born. Die Lehrkräfte an den weiterführenden Schulen seien kompetent genug, um die Fähigkeiten und Bedarfe der Schülerinnen und Schüler einschätzen zu können.

Born sieht in der verpflichtenden Vorlage der Grundschulempfehlung einen fatalen Rückschritt hin zu einem auf Trennung setzenden Schulsystem: „Der Gesetzesentwurf macht es wieder möglich, homogene Klassen an weiterführenden Schulen zusammenzustellen.“ In der letzten Legislatur habe Grün-Rot mit der Abschaffung der verbindlichen Grundschulempfehlung zu einem gerechteren und durchlässigeren Schulsystem beigetragen.

 

Stuttgart, 7. März 2017
Martin Mendler, Pressesprecher