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Fraktionschef Andreas Stoch: Ein kleines Portrait

Seit Beginn der neuen Legislaturperiode steht Ex-Kultusminister Andreas Stoch an der Spitze der SPD-Landtagsfraktion. Wie verlief bislang seine berufliche Karriere? Wie tickt der Mann politisch so? Was treibt ihn an und um? Und wie gestaltet er seine spärliche Freizeit? Unser kleines Portrait gibt Antworten auf diese und andere Fragen.

 

„If you like the rainbow you have to endure the storm” – dieses Zitat hat sich Andreas Stoch, der als Kind Archäologe werden wollte, einmal selbst ausgesucht zur Charakterisierung seiner Person in einem der vielen Fragebögen, die Politiker im Laufe ihres Berufslebens ausfüllen müssen. Und von diesem Sturm sind dem 47jährigen Rechtsanwalt seit seiner Mitgliedschaft im Landtag von Baden-Württemberg seit dem 1. April 2009 schon einige Brisen um die Nase geweht.

Eine größere Öffentlichkeit wurde auf ihn in seiner Zeit als Obmann der SPD-Fraktion im EnBW-Untersuchungsausschuss aufmerksam, als Stoch die Motive des damaligen Ministerpräsidenten Stefan Mappus und seines Investment-Banker-Freunds durch knallhartes Nachfragen zu Tage beförderte. Selten war er mit deren Auskünften zufrieden, stets spürte er die Widersprüche in den Zeugenaussagen zielsicher auf.

 

Parteichef Sigmar Gabriel mit Stoch

 

Zu Beginn der grün-roten Landesregierung im Mai 2011 wurde der Jurist zum Parlamentarischen Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion gewählt. In dieser Funktion organisierte er die Regierungsarbeit gemeinsam mit dem eigenen Fraktionsvorsitzenden Claus Schmiedel und dem grünen Koalitionspartner.

Im Januar 2013 wurde er dann zum Kultusminister des Landes Baden-Württemberg ernannt. In diese schwierige Aufgabe hat er sich mit viel Fleiß und mit großer Bereitschaft zur Durchdringung auch von Details schnell eingearbeitet, wie ihm sogar Kritiker bescheinigen. Die grün-roten Reformen im Bildungsbereich, etwa die regionale Schulentwicklung, der Ausbau von Ganztagsschulen und der Inklusion sowie die Weiterentwicklung der Realschule, hat Stoch klar in der Richtung, dialogorientiert und verständlich in der Sprache vorangetrieben.

Dass ein Ministeramt kein Zuckerschlecken ist, hat er bald gemerkt. Wenn man keinen Termin auslässt, um die Gründe für die dringend notwendigen Reformen im Bildungsbereich im ganzen Land zu erläutern, um sich im Ministerium, mit der eigenen Fraktion wie mit dem Koalitionspartner zu koordinieren, dann wird der 12-Stunden-Tag fast zur Regel.

 

Andreasd Stoch spricht im Landtagsplenum

 

Nach der dramatischen Niederlage der SPD bei der Landtagswahl im März 2016 musste Stoch sein Amt als Kultusminister abgeben. Sein dabei erworbenes Standing fand aber auch in der neuen Fraktion große Anerkennung. Und so war es nicht verwunderlich, dass Andreas Stoch zum neuen Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion gewählt wurde. Von nun an hieß es, als Oppostion auf Attacke umzuschalten.

Der größte Missstand ist für ihn noch immer die Einkommensschere zwischen Arm und Reich, die in Deutschland immer weiter auseinander geht. Aber auch die Frage, wie denn soziale Gerechtigkeit gestaltet werden kann und wie Wohlstand und Teilhabe für alle Menschen gesichert werden können, treibt ihn um und an.

 

An einem Strang: Leni Breymaier und Andreas Stoch

 

Andreas Stoch ist schon immer ein sportbegeisterter Mensch gewesen. Früher hat er selbst aktiv Basketball gespielt, auch zeitweise eine Damen-Basketballmannschaft trainiert. Diese sportlichen Erfahrungen lassen ihn auch auf dem politischen Spielfeld eher als Teamplayer agieren. In seiner Freizeit schwingt Stoch gerne den Tennisschläger und zeigt auch hier Gefühl für den feinen Ball, der den Punkt macht. Natürlich besucht er auch die Spiele des Fußballclubs in seiner Heimatstadt Heidenheim. So fiebert Stoch, dem in Medien auch schon mal „Ostälber-Charme“ bescheinigt wurde, dem man sich schwer entziehen kann, im Stadion mit dem 1. FC Heidenheim in der 2. Fußball-Bundesliga mit.

Andreas Stoch ist verheiratet und Vater von vier Kindern, weshalb ihm die Frage, welche drei Dinge er auf eine einsame Insel mitnehmen würde, immer schwer zu beantworten fällt. Sein Musikgeschmack hingegen ist nur bedingt mehrheitstauglich, denn wer kennt schon die irisch-amerikanische Folk-Punk-Band Dropkick Murphys oder Flogging Molly, die zu seinen Favoriten zählt?

 

Andreas Stoch ist in vielen Sportarten zuhause