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Meister Adebar in Baden-Württemberg auf dem Vormarsch

Naturschutzexperte Thomas Reusch-Frey MdL: „Innerhalb von zwanzig Jahren sechs Mal so viele Brutpaare bei den Weißstörchen im Land: Naturschutz lohnt sich!“

Windkraftausbau und Storchenschutz schließen sich nicht aus 

„Innerhalb von zwanzig Jahren sechs Mal so viele Brutpaare bei den Weißstörchen im Land: Naturschutz lohnt sich!“ Das ist das Ergebnis eines Antrags im Landtag und Fazit von Thomas Reusch-Frey MdL, naturschutzpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. Laut Antwort des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz auf einen SPD-Antrag „Vorkommen und Schutz des Weißstorchs in Baden-Württemberg“ (Drucksachennummer 15/2152) hätten im vergangenen Jahr 518 Weißstorchpaare in Baden-Württemberg gebrütet. Im Vergleich dazu seien es im Jahr 1991 gerade einmal 85 Paare gewesen. Dabei, so die Antwort des Ministeriums, sei eine Sicherung des Lebensraumes, wie zum Beispiel von Feuchtwiesen, viel wichtiger als die Bereitstellung von Nistplätzen.

Entwarnung könne gegeben werden bezüglich einer gelegentlich geäußerten Befürchtung, der Ausbau von Windkraft könne die Storchenpopulation gefährden. Denn Störche brüteten besonders gerne im Rheintal, in Oberschwaben, im Bodenseegebiet und im Donautal. Dies alles seien keine Regionen, die für den Ausbau der Windkraft besonders prädestiniert seien, so der SPD-Politiker. Die für die Windkraft besonders geeigneten Gebiete lägen eher auf der Ostalb, im Odenwald und auf den Schwarzwaldhöhen. Um die Gefährdung des seltenen großen Vogels so gering wie möglich zu halten, seien zudem Mindestabstände zu Horsten und Flugkorridoren einzuhalten, führte Reusch-Frey aus. Die Grundlage dafür werde derzeit vom Landesamt für Umwelt in Karlsruhe erarbeitet, einzelne Horste seien im Rahmen des vorgeschriebenen Planungsverfahrens zu berücksichtigen.

Stromleitungen stellten eher eine Gefahr für die Vögel dar, doch auch hier gingen die Bemühungen durch ständige Nachrüstung problematischer Masten weiter. Auch würden die Flugrouten der Tiere beachtet werden. „Ob Windkraftausbau oder neue Stromtrassen: Dem weiteren Zuwachs des beliebten Vogels im Land steht nichts im Wege, wenn wir uns weiterhin um den Schutz von Feuchtgebieten und die Erhaltung des Grünlandes kümmern“ stellt der SPD-Naturschutzexperte in Auswertung des Antrags erfreut fest.

Stuttgart, 24. August 2012
Sven Plank
Stellv. Pressesprecher