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Bedingungen für Radverkehr in den Städten verbessern

Claus Schmiedel: „Wir müssen mit Ehrgeiz die verbindliche Zielmarke anpeilen, bis zum Jahr 2020 in allen Städten einen Radverkehrsanteil von mindestens 20 Prozent zu erreichen“

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) erhält bei seiner Forderung nach einer besseren Infrastruktur für Radfahrer in Baden-Württemberg Rückendeckung von der SPD-Landtagsfraktion. Ihr Vorsitzender Claus Schmiedel schlug vor, gemeinsam mit dem Landesbündnis ProRad und der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen einen Pakt des Landes mit den Kommunen für mehr Radverkehr zu vereinbaren. „Wir müssen mit Ehrgeiz die verbindliche Zielmarke anpeilen, bis zum Jahr 2020 in allen Städten einen Radverkehrsanteil von mindestens 20 Prozent zu erreichen“, sagte Schmiedel. „Der beschleunigte Ausbau des Fahrradverkehrs ist das beste Anti-Stau-Programm für die Städte“, ergänzte der SPD-Fraktionsvorsitzende.

In Baden-Württemberg gibt es einige Städte, deren Radverkehrsanteil am Binnenverkehr bereits heute deutlich über 20 Prozent liegt, beispielsweise Freiburg 27 Prozent, Heidelberg 25 Prozent und Tübingen 23 Prozent.

Auch ungünstige topographische Bedingungen wie Hanglagen in Stuttgart könnten im Zeitalter der Pedelecs und E-Bikes nicht mehr als Ausrede für unzureichende Werte beim Fahrradverkehr durchgehen. „E-Bikes werden es sogar in viel stärkerem Maße ermöglichen, dass Berufstätige auch zwischen Wohnung und Arbeitsplatz an einem anderen Ort mit dem Rad pendeln“, so Schmiedel. Er unterstützte den ADFC auch in seinem Anliegen, sichere und überdachte Stellplätze nicht nur an den Bahnhöfen zu schaffen.

Schmiedel hält auch die Kritik des ADFC am Nationalen Radverkehrsplan 2020 von Bundesverkehrsminister Ramsauer (CSU) für stichhaltig. Es könne nicht angehen, dass der Bund bei der Förderung des Radverkehrs die Verantwortung weithin den Ländern und Kommunen zuschiebe, auch bei dessen Finanzierung.

Das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg habe erst vor kurzem die Bagatellgrenzen für die Landesförderung kommunaler Radwege abgesenkt. Bisher hat das Land erst Geld zugeschossen, wenn der Radweg mehr als 200.000 Euro kostete. Künftig liegt die Grenze bei 50.000 Euro. Für die Anlage von über 30 solcher kommunaler Radwege stellt das Land noch in diesem Jahr rund 3,66 Mio. Euro zur Verfügung.


Stuttgart, 15. August 2012
Martin Mendler
Pressesprecher